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Da wir von mehreren besorgten Forchtensteiner*innen bezüglich der Heckenrodung am Haidbachweg kontaktiert worden sind, haben wir folgenden Brief an die Gemeinde/unseren Herrn Bürgermeister Rüdiger Knaak geschickt:
Lieber Herr Bürgermeister, ich habe von mehreren besorgten Forchtensteiner*innen Anfragen bezüglich der Rodung des Buschwerks entlang des Haidbachweges erhalten und möchte dies zum Anlass nehmen, bei dir nachzufragen. Zum einen interessiert mich, ob es sich bei der betroffenen Fläche um Gemeindegebiet handelt, ob sie noch zum Weg gehört oder bereits in Privatbesitz ist. Falls es sich um Gemeindegebiet handelt, würde ich gerne die Gründe für die durchgeführte Rodung erfahren. Besonders schade ist aus meiner Sicht der Zeitpunkt der Maßnahme, da sie in die Brutzeit der Vögel fällt. Wie du vielleicht weißt, sieht die Allgemeine Naturschutzverordnung des Landes Burgenland vor, dass Hecken und Buschwerk im Zeitraum von 1. März bis 1. Oktober möglichst nicht gerodet oder geschnitten werden sollen. Mir ist bewusst, dass diese Regelung rechtlich nur für das Grünland gilt und ihr euch somit auf der sicheren Seite bewegt. Dennoch wäre es wünschenswert, wenn sich die Gemeinde freiwillig an diese Empfehlungen hält. Gerade im Hinblick auf den unmittelbar angrenzenden Biodiversitätsspielplatz erscheint es widersprüchlich, wenn gleichzeitig Lebensräume wie dieses Buschwerk entfernt werden. Daher meine Bitte, künftig verstärkt auf solche Aspekte Rücksicht zu nehmen. Zudem wurde ich von einem Bürger angesprochen, ob es möglich wäre, auf dieser Fläche beispielsweise eine Blumenwiese anzulegen. In diesem Zusammenhang stellt sich für mich auch die Frage, welche Nutzung oder Gestaltung dort künftig vorgesehen ist. Das bisherige Buschwerk hat einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität geleistet – wird es hierfür einen entsprechenden Ersatz geben? Ich freue mich über eine Rückmeldung zu diesen Punkten. Vielen herzlichen Dank und liebe Grüße, Julia Rastelli im Namen des Naturschutzverein Forchtenstein
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Da uns schon ein paar sorgenvolle Nachrichten erreicht haben: der Badestausee musste noch einmal ausgelassen werden, da aufgrund der großen Schneefälle einiges an Sediment eingeschwemmt wurde und ein Ventil gereinigt werden muss.
Das wäre nicht so ein großes Problem, wenn wir nicht knapp vor der Amphibienwanderung stehen würden - die Frösche und Kröten werden innerhalb weniger Tage zum Badestausee loswandern um dort zu laichen. Es wäre katastrophal, wenn die Tiere dann vor dem Trockenen stehen. Wir haben mit unserem Bürgermeister Herrn Rüdiger Knaak Kontakt aufgenommen und er hat uns versichert, dass alles so schnell wie möglich repariert wird und der See innerhalb der nächsten Tage wieder befüllt wird. Wir hoffen sehr, dass unsere lieben Frösche und Kröten noch ein bisschen länger schlafen und sich alles gut ausgeht! Drückt uns die Daumen! Bei uns in Forchtenstein ist es nach ein paar wärmeren Tagen und auch Nächten so weit: es riecht bereits regelrecht nach Frühling und die ersten Frühaufsteher unter den Kröten sind unterwegs! Das sind die ersten Krötenmännchen, die gerne auf der Strasse sitzen bleiben, um auf Weibchen zu warten. Denn auf der Straße haben sie einen besseren Überblick. Nur leider ist das sehr gefährlich für die Tiere! Daher bitten wir Sie im Bereich des Badestausees und der Eisteiche vorsichtig zu fahren und keine Tiere zu überfahren! Wenn möglich, setzen Sie die Tiere bitte von der Straße oder fahren Sie ganz langsam vorbei! Die Tiere kommen auch um, wenn man mit hoher Geschwindigkeit über sie hinweg- oder an ihnen vorbei fährt - dann platzen sie! Das ist kein schöner Tod! Danke für Ihre Rücksicht! Noch sind es nur vereinzelte Tiere, doch die Amphibienwanderung kann jederzeit so richtig los gehen, wahrscheinlich mit dem nächsten Regen. Bei Regen sind immer besonders viele Tiere unterwegs - sowohl Frösche als auch Kröten. Bitte um besondere Vorsicht! Danke! Ein Krötenmännchen hält Ausschau nach einer potentiellen Paarungspartnerin.
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AutorINNENJulia und Nina Archiv
März 2026
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